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Schiebeläden und vertikal Lamellen als Sonnenschutz Fassade
Colt Schiebeläden und vertikal Lamellen als Sonnenschutz Fassade
Sonnenschutzanlage verleiht Klinikum unverwechselbares Gesicht:
Schiebeläden und vertikale Drehlamellen bringen Bewegung in die Fassade
Die attraktive Sonnenschutzanlage am Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf ist für alle Nutzer des Hauses ein vielfältiger Gewinn: Schutz vor Überhitzung und Sonneneinstrahlung, optimierte Tageslichtökonomie, positive Energiebilanz, Einspareffekte bei den Betriebskosten. Die Schiebeläden und Drehlamellen aus Aluminiumstreckmetall sind zudem ein charakteristischer Blickfang für das hochmoderne Klinikum.
Ein attraktiver Blickfang: Die Sonnenschutz Fassade aus Schiebeläden und vertikalen Lamellen
Das neue Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf ist eigentlich ein eigener Stadtteil. Das Kerngelände des alten Klinikums an der Hamburger Martinistraße ist 353 000 Quadratmeter groß und war ursprünglich in historischer Pavillonweise bebaut. Über Jahrzehnte wuchs die Gebäudesubstanz dieses "Krankenhauses im Park" stetig an.
Zu Beginn des neuen Jahrtausends wurden die Bedarfsgrößen auf den Prüfstand gestellt. Ergebnis: Das Universitätsklinikum wies eine Nutzfläche auf, die rund 36 Prozent über dem tatsächlichen Bedarf lag. Die vorhandene bauliche Struktur brachte hohe Betriebskosten mit sich und ließ sich nicht mehr mit den Anforderungen an eine zeitgemäße Organisation der medizinischen Versorgung vereinbaren.
In den Jahren 2004 bis Anfang 2009 wurde die Gebäudestruktur deshalb in großen Teilen neu geordnet und gestaltet.
Schiebeläden aus Alustreckmetall zur Neu-Gestaltung der Fassade
Die Münchner Architekten Hans Nickl und Christine Nickl-Weller und ihr Büro Nickl & Partner Architekten GmbH orientierten sich mit ihrem Konzept an der historischen Baustruktur des Geländes und schufen doch eine ganz und gar neuzeitliche städtebauliche Einheit.
Die neuen, unterschiedlich hohen Bettenhäuser erheben sich wie Pavillons über der einheitlichen Dachebene des Erdgeschosses. So erwecken sie den Eindruck eines eigenen Stadtquartiers, das sich harmonisch in das urbane Umfeld einfügt.
Verstärkt wird dieser Eindruck durch das Sonnenschutzsystem aus dem Hause Colt International, das vor die durch Klinker und Glas dominierte Fassade montiert wurde.
Großzügige Schiebeläden aus Alustreckmetall wurden im dritten bis fünften Geschoss vor die eigentliche Gebäudehülle der Pflegestationen gesetzt.
Bewegliche Drehlamellen aus dem gleichen Material bilden vor den Fenstern des operativen Zentrums im ersten Obergeschoss eine dynamische Komponente in dem massiven Baukörper.
Die Steuerung der Schiebeläden erfolgt über eine zentrale Anlage
Die Sonnenschutz Fassade verleiht dem Klinikum ein unverwechselbares Gesicht
Charakteristische Gebäudehülle
Im Neuen Klinikum in Hamburg Eppendorf sind heute 17 Fachkliniken mit 16 Operationssälen untergebracht, die Bettenhäuser bieten 746 Patienten Platz. Besonders in den Pflegebereichen ist optimaler Schutz gegen Überhitzung und blendende Sonneneinwirkung unerlässlich für das Wohlgefühl der Patienten und der Beschäftigten. Colt International verbaute in diesem Bereich insgesamt rund 1.200 Schiebeläden, das entspricht einer Gesamtfläche von rund 5.500 Quadratmetern. Die Schiebeläden wurden mit ca. 3.600 Meter Laufschienen und Führungsprofilen befestigt. Im ersten Obergeschoss - also im Bereich der Operationsräume - wurden hingegen rund 300 aus je drei Einzellamellen bestehende Drehlamellenelemente mit einer Gesamtfläche von 1.400 Quadratmetern montiert.
Die Breite eines Schiebeladens (1,30 Meter) entspricht der Breite von jeweils drei Drehlamellen. Das hat einen entscheidenden Einfluss auf den Gesamteindruck der Klinikfassade: Sind alle Sonnenschutzelemente - Läden wie Lamellen - geschlossen, so hat man als Betrachter den Eindruck von einer angenehmen Regelmäßigkeit und Ausgewogenheit der Fassade. Sind die Läden und Lamellen geöffnet, so bewirkt die Entsprechung der Maße ebenfalls einen Eindruck von Harmonie, gleichwohl bringen die geöffneten Drehlamellen im ersten Obergeschoss eine wohltuende Bewegung in die Fassade. Der Generalunternehmer für den Bau der Universitätsklinikums Eppendorf, die Hochtief AG, bringt diesen Effekt im Gebäudekonzept so auf den Punkt: "Das Äußere des Neuen Klinikums besticht durch eine moderne Fassade, die zur charakterbildenden, gliedernden Hülle wird".
Das Material für Schiebeläden und vertikal Lamellen ist Aluminiumstreckmetall
Das Material
Als Material sowohl für Schiebeläden als auch für Drehlamellen kam Aluminiumstreckmetall zum Einsatz, denn es bringt gute und wünschenswerte Eigenschaften mit: Es sorgt für eine optimale Verschattung und gewährt doch gleichzeitig eine gute Durchsicht von innen nach außen. Hierfür ist die genau bemessene Bemaschung der 3,50 Meter hohen Dreh- und Schiebeelemente (44x23x10 Millimeter) ein wesentlicher Faktor. Alle Elemente wurden eloxiert (E6EV1).
Haltbarkeit und Wetterresistenz
Um eine optimale Haltbarkeit und Wetterresistenz von Drehlamellen und Schiebeläden zu erzielen, führte Colt International speziell für das Projekt Universitätsklinikum Eppendorf umfangreiche Materialtests durch. Der ursprüngliche Plan sah vor, die Streckmetallelemente ohne Profile zu befestigen, um sie so leicht wie möglich erscheinen zu lassen. In Windkanaltests stellte sich jedoch heraus, dass die Gefahr dauerhafter Verformungen bestand, deshalb fertigte Colt International spezielle Strangpressprofile aus Aluminium an, die - ohne optische Einbußen - in den Blechen wie ein umlaufender Rahmen für Stabilität bei Windbelastung sorgen (nach DIN 1055).
Steuerung nach dem Sonnenstand
Die Steuerung aller Sonnenschutzelemente erfolgt automatisch und richtet sich nach dem aktuellen Sonnenstand. Zusätzlich befinden sich in allen Räumen Vorrichtungen, mit denen die Schiebeläden und die Drehlamellen individuell eingestellt werden können. Die Schiebeläden in den oberen Etagen werden über eine zentrale Anlage gesteuert, wobei jeweils zwei Schiebeläden ein Sonnenschutzelement bilden. Bei Sonneneinstrahlung positionieren sich die Läden nebeneinander und verschatten so die dahinter liegenden Fensterflächen.
Scheint keine Sonne, so schieben sich die Läden voreinander und werden neben den Fenstern vor den verklinkerten Fassadenteilen "geparkt". Die durchgängige Dreiteiligkeit der Schiebeladenabschnitte in den oberen Geschossen findet sich auch im ersten Stock wieder, wo die Drehlamellen angebracht sind, denn die Lamellen bewegen sich stets im Dreierverbund. Die einzelnen Lamellen sind Z-förmig und greifen im geschlossenen Zustand ineinander. Das hat eine lückenlose Verschattung zur Folge und bietet sowohl nach innen als auch nach außen eine homogene Ansicht.
Der Bau am Neuen Klinikum - eine Operation am offenen Herzen
Der Bau des Neuen Klinikums war ein wenig wie eine Operation am offenen Herzen, denn die Großbaustelle befand sich ja inmitten städtischer Bebauung im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Raum, um Material zu lagern, gab es vor Ort deshalb nur sehr begrenzt. Auch Colt International sah sich in der etwa einjährigen Montagephase mit großen baulogistischen Herausforderungen konfrontiert. Mit zielgerichteten Lieferschüben wurde immer nur soviel Material zur Baustelle gebracht, wie in der Folgewoche montiert werden konnte. Insgesamt wurden allein für die Sonnenschutzanlage mehr als 40 Lkw-Auflieger eingesetzt, um diese fein abgestimmte Logistik zu realisieren.
Gebäudeökonomie und Energiebilanz
Nicht nur die Menschen - Patienten, Beschäftigte und Besucher gleichermaßen - profitieren von der Sonnenschutzanlage des Uniklinikums Eppendorf. Auch in der Gebäudeökonomie und der Energiebilanz macht sich das durchdachte Konzept bezahlt. Bis zu 70 Prozent des Aufwandes für Gebäudekühlung können durch optimierten Sonnenschutz eingespart werden. Gleichzeitig lassen sowohl Läden als auch Lamellen aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit und der fein abgestimmten Steuerung soviel Tageslicht wie möglich ins Gebäudeinnere. Diese Tageslichtökonomie sorgt für eine spürbare Reduktion der Kosten für künstliche Lichtquellen. Ganz abgesehen davon übt natürliches Tageslicht eine positive Wirkung auf Stimmung und psychische Befindlichkeit der Menschen im Gebäudeinnern aus.
Nach rund dreijähriger Bauzeit wurde das Uniklinikum Hamburg Eppendorf im Februar dieses Jahres bezogen.
Colt International GmbH
Ansprechpartner Herr Peter van Alst
Briener Straße 186
47533 Kleve
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