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Juni 2010

Colt Sonnenschutzanlagen - Sonnenschutz Lamellen bilden Glasschuppenanlage

Weinkenner und Gartenexperten forschen gut geschützt:
Glaslamellenanlage für das neue Forschungszentrum Geisenheim

Im hessischen Geisenheim werden seit weit über 100 Jahren edle Rebsorten und Zierpflanzen beforscht. Die Fachhochschule RheinMain betreibt hier ein Forschungszentrum für Weinbau, Kellerwirtschaft und Gartenbau. Jetzt wurde ein hochmoderner Labortrakt neu gebaut – ein großer Schritt für Forschung und Ausbildung. Damit Experten und Studenten kühle Köpfe behalten, installierte Colt International eine Sonnenschutzanlage aus Glaslamellen: Beweglich, schön und wirkungsvoll.

Funktionalität und Ästhetik sollten am neuen Forschungszentrum Geisenheim gleichermaßen umgesetzt werden. Die Sonnenschutz Lamellen lassen sich individuell steuern und je nach Bedarf der Nutzer für jeden Raum separat ausrichten.

Sie hat einen Namen in der Geschichte des Weines, die Forschungsanstalt Geisenheim der Fachhochschule RheinMain in Hessen. Kein Geringerer als der Herr Prof. Dr. Dr. h. c. Hermann Müller aus dem schweizerischen Kanton Thurgau – allgemein besser bekannt als Herr Müller-Thurgau - hat hier in den Jahren von 1876 bis 1890 die erste pflanzenphysiologische Versuchsstation geleitet. Das war lange bevor die nach ihm benannte Weinsorte Müller-Thurgau weltweit zu Ruhm und Beliebtheit gelangte.

Die Glaslamellen der Sonnenschutzanlage im Detail. Sie übernehmen eine wichtige Funktion sowohl für den Sonnenschutz, als auch für die Lichtlenkung und Durchlüftung.

 
Heute ist aus der „Versuchsstation“ eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen im Bereich des Weinbaus, der Kellerwirtschaft und des Gartenbaus in Deutschland geworden. Das ist unter anderem einem umfangreichen Neubau- und Restrukturierungsprogramm zu verdanken, das schon seit Ende der 1970er Jahre vom Land Hessen hier umgesetzt wurde. Der letzte Abschnitt dieser Maßnahmen war die Konzentration der Laborinstitute in einem neuen vierteiligen Labortrakt, der gleichzeitig auch hochmoderne Übungslaboratorien für die Ausbildung beherbergt.

Das Berliner Architekturbüro Staab Architekten GmbH schuf einen lang gestreckten Baukörper, der sich zur einen Seite an den historischen Campus Geisenheim harmonisch anschließt und sich zur anderen Seite mit einem großen Tordurchgang zu den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen öffnet.

Die Sonnenschutzfassade in Geisenheim ist eine motorisch auf 90° drehbare Glasschuppenanlage vom Typ Colt GSL.

Das alte Laborgebäude, das noch aus dem 19. Jahrhundert stammt, wurde in den Neubau integriert.

Die Berliner Architekten verfolgten das Ziel, die im neuen Laborgebäude stattfindenden Forschungsaktivitäten nach außen sichtbar zu machen. Sie entschieden sich für ein Zusammenspiel von einer zeitgemäßen technischen Hülle einerseits und landschaftlichen Themen andererseits:
„Der mäandrierende Baukörper variiert in seiner strukturellen Organisation zwischen einer zwei- und einer dreibündigen Anlage. Einschnitte an den Eingängen und der Durchfahrt nach Westen sowie Lichthöfe bringen Licht in das Innere der Raumsequenzen. Gestalterisch wird zwischen der eher technischen Fassade im Bereich der Büro- bzw. Labornutzung und den geschlossenen begrünten Fassadenbereichen in den ausgeschnittenen Lichthöfen unterschieden.“

Die rahmenlose Glaslamellen, angeordnet in Gruppen von je vier oder je fünf Sonnenschutz Lamellen übereinander, können vollflächig geöffnet werden.

 
Teil der technischen Fassade des neuen Labor- und Institutskomplexes ist eine Sonnenschutzanlage aus beweglichen Glaslamellen aus dem Hause Colt International. Die Planer hatten sich für einen erfahrenen Partner entschieden: Das Unternehmen ist seit Jahrzehnten Experte für Sonnenschutzanlagen, systematischen Sonnenschutz und optimierte Tageslichtökonomie.

Die Sonnenschutz Lamellen wurden teils in Vierer-, teils in Fünferverbänden rund um das gesamte neue Gebäude vor den Fensterbereichen angebracht. Diese Glaslamellen übernehmen eine wichtige Funktion sowohl für den Sonnenschutz, als auch für die Lichtlenkung und Durchlüftung. Gleichzeitig sind sie vor allem aufgrund ihrer Beweglichkeit ein bestimmendes visuelles Element der gesamten Fassade.
Die Sonnenschutzanlage in Geisenheim ist eine motorisch auf 90° drehbare Glasschuppenanlage vom Typ Colt GSL. Es handelt sich um rahmenlose Glaslamellen, angeordnet in Gruppen von je vier (in den Laborbereichen) oder je fünf Sonnenschutz Lamellen (in den Institutsbereichen) übereinander, die vollflächig geöffnet werden können. Die Glaslamellen sind auf Vertikalvierkantrohren aus Edelstahl mit pulverbeschichteter Oberfläche gelagert und werden über eine Schubstange mit einem Linearmotor angetrieben. Die Vertikalrohre sind jeweils mit zwei Konsolen verschweißt und am Gebäude mit der Pfosten-Riegelfassade verschraubt. Zur Abtragung der Horizontallasten sind die Konsolplatten am Baukörper abgestützt. Von außen sind von der Lamellenhalterung lediglich kleine „Haltenasen“ – je vier pro Lamelle - sichtbar. Das sorgt für einen Gesamteindruck von schwebender Leichtigkeit.
 


Mithilfe der Sonnenschutz Lamellen aus Glas an den Fenstern behalten Studierende im neuen Forschungszentrum Geisenheim auch im Sommer einen kühlen Kopf.

Die Glaslamellen selbst bestehen aus Verbund-Sicherheitsglas aus zweimal sechs Millimeter siebbedrucktem teilvorgespanntem Glas plus einer 1,52mm PVB-Folie. Die Scheiben sind durchgängig circa 120 Zentimeter breit und circa 30 Zentimeter hoch. In der Farbgebung passen sich die VSG-Lamellen dem von den Architekten gewählten Grünton der fest stehenden Fassadenelemente an.

Um eine individuelle Auswahl der Lamellenstellung je nach Bedarf der jeweiligen Raumnutzer zu gewährleisten, entschied man sich im Forschungszentrum Geisenheim für eine raumweise Steuerung. Je nach Bedarf kann in den einzelnen Labors und Institutsbereichen die Position der Lamellengruppen eingestellt werden, die vor den Fenstern angebracht sind. Die Fassaden des Laborzentrums erzeugen aufgrund der jeweils unterschiedlichen Stellungen der Lamellengruppen vor den Fenstern der einzelnen Labors und Institutsräume stets ein neues „Gesamtgesicht“ für den Gebäudekomplex.

Aufgrund der jeweils unterschiedlichen Stellungen der Lamellengruppen vor den Fenstern entsteht stets ein neues Fassadenmuster – das Gesicht des gesamten Gebäudes ist wie seine Nutzer in stetiger Bewegung.

 

 

Colt International GmbH
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