SolarLeaf gewinnt den Detail Jury Produktpreis 2015

Aug 2015

SolarLeaf gewinnt den DETAIL Produktpreis 2015

SolarLeaf gewinnt den DETAIL Produktpreis 2015

DETAIL Produktpreis 2015: Kategorie Research – Jurypreis

Solarleaf von Colt International GmbH, Arup Deutschland GmbH und Strategic Science Consult GmbH.

Als „Algenhaus“ sorgte das offiziell „BIQ“ genannte Haus als weltweit erstes Gebäude, das mit einer Fassade aus Solarleaf Paneelen in Hamburg entstand, für Schlagzeilen als Modell einer neuen Generation von „Smart Material Houses“. Durch eine hybride Funktionalität des Solarleafs werden in der Fassade verschiedene Prozesse zur regenerativen Energiegewinnung in einem nachhaltigen Kreislauf vereint: Solarthermie, Geothermie, Biomasseproduktion und -verwertung. Der Wirkungsgrad des Solarleafs liegt bei ca. 10 Prozent. Um eine konstante Energieerzeugung zu gewährleisten wird die Systemtemperatur unter 40 Grad Celsius gehalten. Der Ertrag des Solarleafs in Bezug auf den Biomassegewinn und dessen Potential liegt bei 30 kWh je Quadratmeter Fassade pro Jahr. Der solare Wärmegewinn liegt bei rund 150 kWh/m²/a. Des Weiteren reduziert das Solarleaf den CO2 Ausstoß des Gebäudes um sechs Tonnen pro Jahr und absorbiert durch die Biomasse rund 2,5 Tonnen CO2 aus dem zugeführten Rauchgas.

Das SolarLeaf ist ein dynamisches Fassadensystem zur Erzeugung von erneuerbarer Energie aus Algen-Biomasse und solarer Wärme
Das SolarLeaf ist ein dynamisches Fassadensystem zur Erzeugung von erneuerbarer Energie aus Algen-Biomasse und solarer Wärme
In vertikalen Sonnenkonversionslamellen aus Glas, die mit einem wässrigem Nährmedium gefüllt sind, entsteht an der Gebäudehülle aus CO2 und Sonnenlicht Algen-Biomasse
In vertikalen Sonnenkonversionslamellen aus Glas, die mit einem wässrigem Nährmedium gefüllt sind, entsteht an der Gebäudehülle aus CO2 und Sonnenlicht Algen-Biomasse

Das SolarLeaf

Das SolarLeaf ist ein dynamisches Fassadensystem zur Erzeugung von erneuerbarer Energie aus Algen-Biomasse und solarer Wärme. In vertikalen Sonnenkonversionslamellen aus Glas, die mit einem wässrigem Nährmedium gefüllt sind, entsteht an der Gebäudehülle aus CO2 und Sonnenlicht Algen-Biomasse; gleichzeitig wird ein solarthermischer Effekt erzielt, da die Sonnenstrahlung das wässrige Medium erwärmt. Beide Energieträger werden über ein Kreislaufsystem in die Technikzentrale des Gebäudes geleitet und dort über einen Wärmetauscher bzw. einen Algenabscheider entnommen. Das Temperaturniveau wird über eine angeschlossene Wärmepumpe gesteuert. Die Wärme kann für die Warmwasseraufbereitung und Raumheizung über Radiatoren bzw. Luftheizung, direkt am Gebäude genutzt werden. Überschüssige Wärme kann geothermisch z.B. über Erdsonden unter dem Gebäude gespeichert werden. Mit der Biomasse erhält man einen wertvollen Rohstoff mit hohem Brennwert, der neben der energetischen Nutzung industriell veredelt und vielfältig genutzt werden kann.

Die Bioreaktorfassade erreicht bei der Produktion von Biomasse eine EKE (Energiekonversionseffizienz) von 5-10% und bei Wärmeproduktion eine EKE von 21%, während Photovoltaik bei etwa 12-15% und Solarthermie bei 60-65% liegen. Im Leistungsvergleich ist die Bioreaktorfassade bereits konkurrenzfähig. Darüber hinaus wird in der Bioreaktorfassade equivalent zum Biomasseaufbau CO2 aus einer Rauchgasquelle gebunden. Die Bioreaktorfassade verringert damit die CO2-Emission und verbessert so die CO2-Bilanz.

Das SolarLeaf ist ein Gemeinschaftsprodukt der Firmen Arup Deutschland, SSC Strategic Science Consult GmbH und Colt International. SPLITTERWERK sind die Architekten für das weltweit erste Gebäude, das BIQ, an dessen Fassade das SolarLeaf realisiert wurde.

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