Colt Sonnenschutz - „Bewegte Fassade“ sorgt für optimalen Sonnenschutz

Gläserne Lamellen garantieren optimalen Sonnenschutz

Die Neue Börse Selnau (Zürich) wurde im vergangenen Jahr um ein auffallend gestaltetes Attikageschoss aufgestockt. Die geschwungenen Fassaden der neuen Dachetage sind komplett aus Glas. Als wesentliches Gestaltungselement kommt eine gläserne Lamellenanlage aus dem Hause Colt International hinzu. Sie bringt Bewegung in die Gebäudehülle und garantiert optimalen Sonnenschutz.

„Bewegte Fassade“ sorgt für optimalen Sonnenschutz Die Lamellen der Sonnenschutzanlage sorgen in 5 Grad Schritten für eine optimale Reflexion. Die Lamellen reagieren über Wettersensoren auf die verschiedenen Wetterverhältnisse. Die Lamellen der Sonnenschutzanlage in der Grundstellung ist ein Beispiel für funktionalen und effektiven Sonnenschutz und ein wesentliches Gestaltungselement für anspruchsvolle Architektur. Fassadengestaltung mit Gläsernen Lamellen. Durch die Bewegung der Lamellen, welche sich nach dem Sonnenstand richtet, gewinnt das Dachgeschoss an Lebendigkeit und Eleganz.

Fassadengestaltung mit gläsernen Lamellen

Eine Börse ist ein Ort der Bewegung, der Veränderungen und der Überraschungen. Schon deshalb passt die Fassadengestaltung der Dachetage auf der neuen Börse Selnau (Zürich) gut ins Bild:
Gläserne Lamellen, die sich automatisch nach dem Stand der Sonne ausrichten, umschließen das kürzlich neu aufgestockte Attikageschoss. Schon mehr als zehn Jahre ist es her, dass die Neue Börse Selnau sich von einer traditionellen Parkettbörse in eine Computerbörse verwandelt hat. Damals wurden umfangreiche Umbauten vorgenommen, um die elektrischen Installationen den neuen Erfordernissen des elektronischen Wertpapierhandels anzupassen. Die Form des Börsengebäudes aus dem Jahr 1992 ist aber in diesem Zuge nicht verändert worden: Sie greift – zumindest in den oberen Stockwerken – die klassische Kreisform der Maklerschranken im traditionellen Parketthandel auf. Nun wurde das komplette Gebäude aufgestockt und um ein gläsernes Attikageschoss erweitert, in dem Büro- und Konferenzräume untergebracht sind.

Ein „Mantel“ aus gläsernen Lamellen

Die Lamellen reagieren über Wettersensoren auf die verschiedenen Wetterverhältnisse.
Die Lamellen reagieren über Wettersensoren auf die
verschiedenen Wetterverhältnisse.

Das Architekturbüro Weber + Hofer aus Zürich, das auch den Umbau im Jahr 1997 geplant hatte, griff auch bei dieser Erweiterungsmaßnahme die geometrische Grundstruktur des Gebäudes auf: Es entstand ein abgerundetes und deshalb sehr dynamisches Geschoss, das sich harmonisch in die Bestandsform einfügt. Die Planer setzten aber die gesamte neue Etage leicht von der bestehenden Gebäudeflucht zurück. Dadurch wirkt das neue Attikageschoss wie ein ganz eigenständiger Gebäudeteil. Ins Auge fällt er besonders aufgrund der Fassadengestaltung: Die „Wände“ sind rundum aus Glas, und rund um diese Ganzglasfront legt sich gleich einem transparenten Mantel eine etwa drei Meter hohe Glaslamellen-Anlage.

Diese vor die Fassade gesetzte Lamellenanlage ist nicht starr, sondern die Lamellen verändern – automatisch gesteuert – ihre Position mit dem Sonnenstand. Es ist vor allem diese langsame, aber stetige Bewegung, die dem Dachgeschoss eine besondere Lebendigkeit und Eleganz verleiht. Unterstrichen wird dieser Effekt durch die Struktur und Farbe der Lamellen. Sie greift die Bronzefarbe der Natursteinfassade in den unteren Gebäudeetagen auf. Für die Konzeption und Umsetzung der Sonnenschutzanlage entschieden sich die Züricher Planer für eine Partnerschaft mit Colt International. Denn neben den hohen Ansprüchen an die Gebäudeästhetik, wollten Weber + Hofer mit der Lamellenfassade vor allem ein System für den effektiven Sonnenschutz – und damit auch für eine Optimierung der Energiebilanz im neuen Dachgeschoss verwirklichen.

Lamellen werden in Verbunden bewegt

Die Lamellen sind alle 2,90 m hoch und etwa 50 cm breit. Sie bestehen aus Verbundsicherheitsglas (reines Weissglas, VSG 2 x 12 mm TVG) und liegen bündig auf Aluminiumprofilen. Die Glaslamellen wurden im Siebdruckverfahren perlbeige bedruckt. Der Bedruckungsgrad (78 Prozent) sowie das Punktraster (Durchmesser 12 mm) bewirken eine optimale Durchsicht von innen nach außen und gleichzeitig einen effektiven Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Tagsüber gelangt ausreichend Tageslicht in die Innenräume, die vorwiegend als Büros genutzt werden, was sich äußerst positiv auf den Wohlfühlfaktor auswirkt. Die Außenkanten der Lamellen wurden allesamt abgeschrägt (gefast) und poliert, wobei die PVB-Folie zwischen den Gläsern bis zur Fase zurückgeschnitten wurde. Die Drehung der Lamellen nach dem jeweiligen Sonnenstand erfolgt nicht Lamelle für Lamelle, sondern die einzelnen Elemente sind in Gruppen zusammen gefasst. In Verbünden zu jeweils drei Stück pro Motor (230 Volt, Schutzklasse IP55) werden sie an den geraden Fassadenabschnitten bewegt und in Verbünden zu jeweils vier oder fünf Lamellen an den runden Fassadenabschnitten. In der Grundstellung stehen die Lamellen in einem Winkel von 90 Grad zur Fassade. An den runden Fassadenabschnitten ist jede einzelne Lamelle am Kreiszentrum ausgerichtet. Von der Grundstellung aus können sich die Lamellen in einem Winkel von bis zu 180 Grad drehen.

Die Lamellen der Sonnenschutzanlage sorgen in 5 Grad Schritten für eine optimale Reflexion.
Die Lamellen der Sonnenschutzanlage sorgen in 5 Grad Schritten für eine optimale Reflexion.

Sonnenstandnachgeführte Glaslamellen

Durch die dem Sonnenstand nachgeführte Steuerung wird eine optimale Reflexion der Sonnenstrahlung durch die Lamellen erzielt. Ganz konkret bewegen sich die Lamellen in Schritten à fünf Grad. Damit das System „weiß“, welche Wetter und Witterungsverhältnisse herrschen, gibt es verschiedene Sensoren: Luxmeter für die Messung der Sonneneinstrahlung, Windsensoren zur Erfassung der Windstärke sowie Regensensoren und Temperaturfühler. Sollte der Himmel über Zürich bewölkt sein, so fahren die Lamellen automatisch in ihre Grundposition (geschlossen). Bei Niederschlag und gleichzeitigem Frost werden die Lamellen automatisch blockiert. Das gleiche gilt für Windstärken von über 70 Kilometer pro Stunde. Ist das Wetter extrem wechselhaft so lässt sich über ein Bedienfeld eine Zeitverzögerung aktivieren.

Projektdetails
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