Fassadenverkleidung mit Schiebeläden am Marthashof Berlin

Erdfarbene Schiebeläden sorgen für einprägsame Fassadenverkleidung

Im Wohnquartier „Marthashof“ in Berlin zwischen Mitte und Prenzlauer Berg, der als Vorzeigebeispiel eines „Urban Village“ gilt, verbinden sich Architektur, Natur und Design auf besonders noble Weise. Auffälliger Blickfang an den Kopfseiten des Komplexes sind erdfarbene Sonnen- und Sichtschutzläden als Fassadenverkleidung, die sich individuell öffnen und schließen lassen. Colt International hat die Sonnenschutz Schiebeläden nach ausgefallenen Designvorgaben „maßgeschneidert“.

Sonnen- und Sichtschutz für den Marthashof in Berlin Falt-Schiebeläden aus dunkelbraunem Lochblech dienen als Sonnen- und zugleich als Sichtschutz Falt-Schiebeläden verhindern, dass zu viel direkte Sonneneinstrahlung sich unangenehm auf Raumklima und Innentemperatur auswirken Bewegliche Falt-Schiebeläden bilden Blickfang und verhindern direkte Sonneneinstrahlung Bewegliche Falt-Schiebeläden bilden Blickfang und verhindern direkte Sonneneinstrahlung

Bewegliche Schiebeläden bilden Blickfang

Charakteristischer Blickfang an den Portalbauten des U-förmigen Marthashofes zur Schwedter Straße sind faltbare, geschosshohe Schiebeläden aus dunkelbraunem Lochblech. Sie dienen als Sonnenschutz und zugleich als Sichtschutz. Weil die Bewohner die Schiebeläden ganz nach Belieben öffnen oder schließen können, entstehen „lebendige“ Fassaden: Stets ändern sich die Öffnungsgrade der Schiebeläden, laufend präsentieren sich dem Betrachter neue Fassadenbilder, die den Blick in den großen Gartenhof einrahmen. Sind die Schiebeläden geöffnet, so geben sie die Einsicht in ganz unterschiedlich gestaltete Loggien und Balkone oder in die geschosshoch verglasten Innenräume frei. Sind sie alle geschlossen, so scheinen sie die dahinter liegenden Gebäude zu umhüllen wie eine schützende Haut.

Auch die Sicht von innen nach außen gestaltet sich äußerst lebendig: Sind die Schiebeläden geschlossen, so geben sie einen dezenten Schutz vor unliebsamen Blicken und sie verhindern, dass zu viel direkte Sonneneinstrahlung sich unangenehm auf Raumklima und Innentemperatur auswirken. Außerdem zaubern sie ein facettenreiches und faszinierendes Spiel von Licht und Schatten in die beschirmten Räume.

Für die Umsetzung des Sonnen- und Sichtschutzkonzeptes für den Marthashof holten sich die Bauherren und die Architekten – Armand Grüntuch und Almut Ernst aus Berlin – Colt International als Partner ins Boot. Das Unternehmen verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Planung und Installation komplexer Gebäudedesign-Projekte.

Mehr als tausend Blechelemente verbaut

Schiebeläden schützen vor direkter Sonneneinstrahlung
Schiebeläden schützen vor direkter Sonneneinstrahlung

Colt International installierte an den beiden Kopfbauten des Marthashofes insgesamt 210 Faltschiebeläden, die meisten von ihnen vierteilig, einige zweiteilig. Jede Anlage besteht immer aus einem feststehenden Element und drei bzw. einem beweglichen Element. Insgesamt wurden an den beiden Gebäuden mehr als tausend Blechelemente verbaut. Etwa 700 von ihnen als bewegliche Schiebeläden. Hinzu kommen noch etwa 400 starre Lochbleche als Fassadenverkleidung, die in demselben Dekor gestaltet wurden wie die beweglichen Falt-Schiebeläden.

Alle Ladenelemente sind geschosshoch (3,20 bis 3,40 Meter). Die Breite variiert geringfügig zwischen 550 und 600 Millimeter. Befestigt sind die Schiebeläden an einer Profilkonstruktion, die jeweils über Stahlkonsolen mit dem Gebäude verbunden ist. Die beweglichen Ladenelemente sind oben an Rollapparaten aus dem Schiebeladenprogramm befestigt und laufen an der Unterseite auf POM-Rollen über Schienen. Sie sind mit Scharnieren miteinander verbunden und lassen sich ausschließlich manuell öffnen und schließen.

Es sind fünf mögliche Öffnungspositionen vorgesehen: Zum Öffnen wird ein spezieller Verriegelungshebel betätigt, die Verriegelung löst sich, und man kann die Anlage - einfach und fast geräuschlos - öffnen. Sind die Schiebeläden in der gewünschten Position „angekommen“, lassen sie sich dort arretieren.

Glyzinien-Muster für Dekorlochung

Die Gestaltungsvorgaben, die Colt International im Marthashof zu realisieren hatte, erinnern ein wenig an die Herkunft einer der beiden kreativen Köpfe der Stofanel Projektentwicklung GmbH, der Venezianerin Giovanna Stefanel. Bevor sie gemeinsam mit Ehemann Ludwig Stoffel die Stofanel GmbH gründete, war sie Art Direktorin im familieneigenen Bekleidungsunternehmen. „Früher habe ich Kleider für den Körper gemacht. Jetzt mache ich Kleider für das Leben, denn die Wohnung ist ja das Leben“, sagte sie einmal.

Das Muster für die Dekorlochung der Schiebeläden für den Marthashof erinnert an das Blätterwerk von Glyzinien – hierzulande besser bekannt als Blauregen. Die blauviolett blühenden Rankgewächse sind das Markenzeichen des Marthashofes. Sie zieren zahlreiche der für den Komplex typischen Pergolen und Loggien.

Tatsächlich lässt das florale Design der Faltläden die komplette Anlage wie eine zweite, textile Haut erscheinen, obwohl die Schiebeläden allesamt aus farbeloxiertem Lochblech (Aluminium) gefertigt sind – und das dunkle Braun, in dem alle Läden getönt sind, weckt im Zusammenspiel mit den stets wechselnden Lichtreflexen eher Assoziationen an italienische Palazzi als an ein Berliner Wohnquartier. Die Rundlochung (4 Millimeter Durchmesser) stellt einen Fc-Wert von <=0,3 sicher.

Projektdetails
© 2017 Colt International Licensing Limited
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