Schweizer Prewag AG installiert adiabatisches Kühlsystem

Innovatives Belüftungssystem mit adiabatischer Kühlung

Die Spritzgießerei der Firma Prewag in Neuhaus/Schweiz hat in ein innovatives Belüftungssystem mit adiabatischer Kühlung mit mechanischer Entlüftung investiert. Das Unternehmen stellt Kunststoffformteile für die Industrie her und benötigt ein ausgewogenes Klima für seine hitzintensive Produktion.

Aussenansicht, im Vordergrund auf dem tieferen Dach 3 Stck. Coolstreams zur adiabatischen Kühlung. Im Hintergrund auf dem Oberlicht im Firstbereich 3 Stck. Typhoon-Entlüfter. Verteilstutzen mit Übergängen auf Textilgewebeschläuchen mit darunter liegenden Kranbahn. Nicht alle Dachflächen wurden mit Sonnnenschutzlamellen überzogen, im Bereich der Querpassagen blieben Teilflächen unverschattet. Innenansicht Zuluftkanal (Baukastensystem 750*750mm)mit Verteilstutzen, Kanalübergängen und Textiltgewebeschläuchen. Verteilstutzen mit Übergängen auf Textilgewebeschläuchen.

Industriekühlung für Produktionshalle

Kunststoff ein durchaus heikler Werkstoff, beim Spritzgussverfahren werden die Rohkunststoffe geschmolzen – dabei können die Schmelzpunkte schon mal über 200 Grad liegen – und in Formen gepresst, wo sie dann wieder allmählich erkalten. Wird dieser Ablauf zum Beispiel durch Zugluft gestört, so kann dies zu Qualitätseinbußen führen. Hinzu kommt eine für Spritzgießereien typische Hitzeentwicklung, die allein durch den hohen Grad an Automatisierung entsteht.

Bei der Prewag AG ließ sich im Hochsommer - äußere Wärmelast von 80 kW bei gleichzeitiger innerer Wärmelast von 
180 kW - der Wärmestau mit natürlicher Lüftung nicht mehr abbauen. Deshalb schalteten sie die Klimaexperten von Colt International ein. Diese stellten im Zuge einer ersten Situationsanalyse bei angenehmen Außentemperaturen von 22 Grad im Arbeitsbereich der etwa 720 Quadratmeter großen Produktionshalle (6.200 Kubikmeter Raumvolumen) 
28 Grad, und im Dachbereich sogar 35 Grad fest. Die vorhandene Entlüftung, die über mehrere ausstellbare Klappen im Oberlicht auf dem Hallendach bewerkstelligt wurde, und die Frischluftzufuhr über Fenster, Türen und Tore konnte kein stabiles Raumklima im Produktionsbereich mehr sicher stellen.

Um sicher zu stellen, dass die gekühlte Luft auch gezielt in die Arbeitsbereiche im unteren Hallenbereich bei den Spitzgussmaschinen strömt, wurden die Schläuche perforiert.

Aufgeheizte Luft wird mit Abluftventilatoren ins Freie befördert

Mittels den drei Typhoon Abluftventilatoren wird die verbrauchte und aufgeheizte Luft aus der Halle abgeführt. Diese leichtgewichtigen und kompakten Abluftventilatoren verfügen über eine hohe Lüftungsleistung in Kombination mit niedrigem Luftwiderstand und einem sehr geringen Stromverbrauch.

Niedrige Betriebskosten

Wie gut das neue Klima-Lüftungs-System in der Praxis funktioniert, das konnte die Prewag AG in der zweiten Hälfte des Sommers 2011 feststellen. Nach einer ca. eineinhalbmonatigen Installationsphase ging das neue System im Juli 2011 in Betrieb. Selbst bei Außentemperaturen von 31 Grad konnte im Halleninnern eine Temperatur von angenehmen 27 Grad stabil gehalten werden. Zuglufterscheinungen über Fenster, Türen oder Tore sind „Schnee von gestern“. Darüber freuen sich besonders die Mitarbeiter.

Projektdetails
© 2017 Colt International Licensing Limited
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