Seeparkcampus West: „Lebende“ Fassade durch bewegliche Schiebeläden

Schiebeläden – innovativ und ästhetisch ansprechend

„aspern Die Seestadt Wiens“, im 22. Gemeindebezirk im Nordosten der österreichischen Metropole gelegen, ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Europa. Um einen fünf Hektar großen See soll bis zum Jahre 2028 ein multifunktionaler Stadtteil entstehen – mit Wohnungen und Büros, in denen Tausende von Menschen leben und arbeiten. Ein Haus sticht aus der Masse der Neubauten hervor – der Seeparkcampus West, eigentlich ein normales Bürogebäude. Doch die Fassade lebt, so erscheint es dem Betrachter. Grund dafür ist der bewegliche Sonnenschutz mittels Schiebeläden – eine innovative und ästhetisch ansprechende Lösung der Firma Colt.

Mit Schiebeläden den Blick ins Freie genießen

Moderne Bürogebäude weisen heutzutage mehrheitlich transparente Gebäudehüllen wie Glasfassaden auf, die dazu führen können, dass die Innenräume sich infolge der durch die Sonneneinstrahlung entstehenden thermischen Last stark aufheizen. Ein weiteres Problem ist der Lichteinfall. Sonnenschutzlösungen sind also erforderlich, genügen allerdings nicht immer den ästhetischen Ansprüchen der Bauherren. 

Für das Projekt wurde eine innovative Lösung der Firma Colt – die Schiebeläden vom Typ Ellisse in Verbindung mit der Steuerung Soltronic III – gewählt, um den Mietern den erforderlichen Sonnenschutz zu bieten und zugleich den Gesamteindruck einer architektonisch anspruchsvollen Fassadengestaltung zu erzielen.

1949 Schiebeläden werden von 86 Motoren angetrieben

1949 Schiebeläden werden von 86 Motoren angetrieben
1949 Schiebeläden werden von 86 Motoren angetrieben

Vor der Fassade, im Abstand von 80 Zentimetern, wurden die Schiebeläden als architektonische Elemente, die gleichzeitig den Sonnenschutz gewährleisten, gesetzt.. Diese „Segel“, aus gekanteten Aluminiumlochblechen hergestellt, erinnern an Schiffssegel und sind ein Zitat der „See“stadt. Vier verschiedene Elemente leisten gemeinsam einen Beitrag zum optimalen Sonnenschutz für das Gebäude:

  • Bewegliche Schiebeelemente außen
  • Bewegliche Schiebeelemente innen
  • Starre Elemente zwischen beweglichen Anlagen
  • Starre Elemente auf der Nordseite

Die insgesamt 1949 Schiebeläden werden über insgesamt 86 Motoren dem Sonnenstand nachgeführt. Dadurch entsteht ein kinetischer Effekt, die Fassade wirkt belebt, ähnlich eines Segels im Wind. Der Fahrweg der Schiebeelemente ist für alle Anlagen gleich und unterscheidet sich nur durch die Zeit, zu der die Sonne auf der Ost-, Süd-und Westseite der Fassade auftritt. Besonders angenehm für die Menschen in den Büros: Sie haben auch die meiste Zeit des Tages einen freien Blick nach außen.

Im Brandfall sorgt die Soltronic-Steuerung dafür, dass alle Elemente in eine vordefinierte Position rücken und der Feuerwehr der Zugriff ermöglicht wird. Für alle azimutalen Winkel der Sonne unter 24° und über 156° befindet sich die Anlage in der Nullposition. Für azimutale Winkel zwischen 24° und 156° steuert die Anlage in Schritten von 3° insgesamt 62 verschiedene Positionen an. Die Steuerung Soltronic III bietet umfangreiche Tages- und Wochenprogramme (z. B. auch Kälteabschirmung oder Nachtauskühlung), die sich bei Bedarf erweitern lassen.

Seeparkcampus West

Der „Seeparkcampus West“ liegt südlich des Sees annähernd im Zentrum der Seestadt. Das Bürogebäude ist „typisch Seestadt“: mit intelligentem Innenleben in den Arbeitsbereichen, vielfältigen, flexiblen Nutzungsflächen, nachhaltiger Holzmischbauweise und grünen Freiräumen. Eine gut geplante Infrastruktur und ein lebendiges Umfeld komplettieren das durchdachte Konzept. Mit einer Photovoltaikanlage am Dach verfügt das Gebäude auch über eine ÖGNB-Zertifizierung (Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen).

„Der Seeparkcampus West ist ein Vorzeigeprojekt für den idealen Arbeitsplatz von morgen. Im Fokus der Projektentwicklung standen  Lebensqualität und Flexibilität für die künftigen Mieterinnen und Mieter unter vollständiger Berücksichtigung der höchsten ästhetischen, energetischen und ökologischen Ansprüche. Umso mehr freut es mich, dass die ÖGNB als namhafte Institution im Bereich des Nachhaltigen Bauens mit ihrem Gebäudegütesiegel die Qualität solcher Projekte sichtbar macht und so Standards in Österreich schafft“, so Caroline Palfy, Geschäftsführerin der cetus Baudevelopment GmbH.

Bilder:
© RADON photography / Norman Radon

Projektdetails
© 2019 Colt International Licensing Limited