Umfassendes Brandschutzkonzept sichert Drahtwalzwerk in der Obersteiermark

Mit der Kombination aus natürlichen Brandlüftern und einem ausgefeilten Konzept zur Ausleuchtung mit Tageslicht gelang Colt hier eine eindrucksvolle Brandschutzlösung

Hochmoderne Anlage zur Brandrauchentlüftung

Das modernste Drahtwalzwerk Europas steht in der Obersteiermark. Und das mit Unterstützung von Colt Austria. Eine hochmoderne Anlage zur Brandrauchentlüftung sowie ein innovatives Brandschutzkonzept aus dem Hause Colt machen das Werk zu dem, was es ist: ein Aushängeschild. Nach einer Projektzeit von drei Jahren hat voestalpine Wire Rod Austria GmbH in St.Peter-Freienstein, Österreich, die Errichtung des modernsten Drahtwalzwerks Europas jetzt abgeschlossen. Mit der Kombination aus natürlichen Brandlüftern und einem ausgefeilten Konzept zur Ausleuchtung mit Tageslicht gelang Colt hier eine eindrucksvolle Brandschutzlösung für besondere Anforderungen. Schließlich stellen im Herzen der Steiermark  rund 350 Mitarbeiter auf einer Fläche von 20.000 qm jährlich bis zu  550.000 Tonnen Qualitätswalzdraht her. Hauptabnehmer für die hochwertigen Drahtprodukte sind Unternehmen der Automobil- und Energiebranche

Hochmoderne Anlage zur Brandrauchentlüftung
Hochmoderne Anlage zur Brandrauchentlüftung

Natürliche Brandrauchentlüftung

Die neue Drahtwalzstraße wurde in einem Hallenkomplex errichtet, in dem zuvor bereits die 34 Jahre alte Walzstraße installiert war. Der Komplex setzt sich aus mehreren einzelnen Hallen zusammen, die räumlich nicht voneinander getrennt sind. Daraus ergibt sich in der Halle A eine Gesamtfläche von 20.000 qm. Für Räume dieser Größenordnung (ab einer Fläche von 1.600 qm) setzt Colt zur Kanalisierung und Begrenzung von Rauch und Brandgasen normalerweise Rauchschürzen ein. Diese bilden im Brandfall einzelne Rauchabschnitte und verhindern die unkontrollierte Ausbreitung von aufsteigendem Rauch.

Da über die gesamte Länge der Halle in St.Peter-Freienstein Hallenkranlaufschienen angebracht sind, hätte man eine Lösung mit Rauchschürzen nur unter Einsatz unverhältnismäßig hoher Baukosten realisieren können. Aus diesem Grund konzipierte Colt die Brandrauchentlüftung stattdessen mit einem System aus natürlichen Brandrauchlüftern. Diese Systeme führen die Rauchschicht, die sich im Brandfall aufbaut, in kürzester Zeit über natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA) ab. Dadurch verhindern sie die Entstehung von Rauchwalzen und giftigen Rauchgasen im Gebäude. Positiver Zusatzeffekt des NRA-Systems: Neben dem schnellen Rauchabzug im Brandfall wird das Gebäude auf natürliche Weise energiefrei gelüftet. Die minimal erforderliche geometrische Öffnungsfläche der natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) beträgt im Drahtwalzwerk in St.Peter Freienstein 200 qm. Dies entspricht einem Prozent der Hallengrundfläche der Halle A.

Eine hochmoderne Anlage zur Brandrauchentlüftung schützt das modernste Drahtwalzwerk Europas.
Eine hochmoderne Anlage zur Brandrauchentlüftung schützt das modernste Drahtwalzwerk Europas.
Im Abstand von 15 Metern wurden 40 Cosmotron Lichtbänder montiert.
Im Abstand von 15 Metern wurden 40 Cosmotron Lichtbänder montiert.

Gleichmäßiges Tageslicht durch Lichtband-Elemente

Patentierte Systeme für sichere Brandlüftung bei jeder Wetterlage.
Patentierte Systeme für sichere Brandlüftung bei jeder Wetterlage.

Lichtbänder vom Typ Cosmotron in Tunnelgewölbeform sorgen für die gleichmäßige Ausleuchtung des Hallenkomplexes. Die Cosmotron Lichtbänder bieten dauerhafte Durchsturzsicherheit und entsprechen den Prüfungsgrundsätzen der GS-BAU 18. Dank des Baukastensystems wurden die einzelnen Lichtband-Elemente mühelos an die Anforderungen des Gebäudes in St.Peter-Freienstein angepasst. Zudem konnten sie einfach in die natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlage ECO integriert werden. Dies ermöglichte nicht nur die perfekte Abstimmung der einzelnen Systembauteile, sondern reduzierte gleichzeitig die Anzahl der erforderlichen Dachdurchbrüche. Auf dem Dach des voestalpine-Drahtwalzwerks wurden im Abstand von 15 Metern 40 Cosmotron Lichtbänder montiert. An den Endpunkten sowie in der Mitte jedes 30 Meter langen Lichtbands befindet sich jeweils ein EuroCO-Lüfter mit integriertem Weatherlite-Sockelmodul. Insgesamt sorgen somit 120 RWA-Lüfter für umfassenden Brandschutz bei durchgängiger Beleuchtung der Produktionsstätte mit Tageslicht.

Langfristige Standortsicherung

Bauherr des Projekts in St.Peter-Freienstein war die voestalpine Wire Rod Austria GmbH. Mit der Planung des modernen Drahtwalzwerks war das Ingenieurbüro Lechner & Partner in Villach, Österreich, betraut. Gebaut wurden die neuen Anlagenbereiche von der österreicheischen Andritz März, dem italienischen Anlagenbauer Danieli und Sund Birsta aus Schweden. Die besonderen gebäudetechnischen Voraussetzungen und Herausforderungen wurden von Colt Austria professionell in das Brandschutzkonzept eingebunden.

Mit der Investition im dreistelligen Millionenbereich schlägt voestalpine ein neues Kapitel in der langen Tradition der Eisen- und Stahlindustrie der Obersteiermark auf. Der Konzern bekennt sich damit eindeutig zu dem Standort Donawitz, dem Hauptsitz der erfolgreichen Metal Engineering Division des voestalpine-Konzerns. Gleichzeitig werden so auch die Arbeitsplätze der 350 Mitarbeiter für die nächsten Jahre abgesichert. Die RWA-Anlage von Colt sorgt dabei mit präzise aufeinander abgestimmten Komponenten zur natürlichen Brandrauchentlüftung sowohl für zuverlässigen Schutz im Brandfall als auch für ausgezeichnete klimatische Bedingungen im Drahtwalzwerk in der Steiermark

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